Städte begrüssen Ja zur Individualbesteuerung und Nein zur Halbierungsinitiative
In Zukunft kennt die Schweiz nur noch ein Steuersystem, das alle individuell besteuert. Damit können die verfassungswidrige Ungleichbehandlung und die Heiratsstrafe abgeschafft werden. Die Städte setzten sich für diesen Systemwechsel ein und sind über das Resultat sehr erfreut. Der Volksentscheid für die Individualbesteuerung ist ein Meilenstein für die Gleichstellung. Insbesondere Frauen werden in ihrer finanziellen Unabhängigkeit gestärkt – eine wichtige Massnahme gegen potenzielle Alters- und Scheidungsarmut. Die durch den Systemwechsel geschaffenen Erwerbsanreize können positive Effekte auf die Volkswirtschaft haben und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Die Individualbesteuerung trägt somit der Vielfalt heutiger Lebensmodelle, insbesondere in den Städten, Rechnung.
Dank dem Nein zur Volksinitiative «200 Franken sind genug!» ist eine Halbierung der Radio- und Fernsehabgabe bei der SRG abgewendet. Sie hätte schwerwiegende Folgen für die Information, die Kultur und die demokratische Meinungsbildung auf nationaler und lokaler Ebene gehabt. Die Städte als Staatsebene brauchen qualitativ hochwertige Regionalmedien, um die lokalen Gegebenheiten abzubilden. Dank dieser Nachrichten kann sich die Bevölkerung informieren, sich eine fundierte Meinung bilden und am demokratischen System der Städte teilhaben.

