«In der Zukunft werden die Schweizer Städte noch wichtiger.»
In den zehn Jahren, in denen Thierry Steiert Stadtamman war, hat sich Freiburg stark entwickelt, etwa mit der Neugestaltung des Burgquartiers, der Aufwertung des historischen Zentrums oder den zahlreichen Neu- und Umbauten der Sportstätte St. Leonhard. Steiert gehörte ab 2011 der Exekutive an und trat bei den Wahlen 2016 erstmals als Syndic/Stadtammann an. Seit 2022 war er Mitglied des Vorstands des Schweizerischen Städteverbands. Für die Gemeindewahlen im März 2026 hat Thierry Steiert (SP) nicht für eine weitere Amtszeit kandidiert.
Unter seinem Stadtpräsidium wandelte sich die Stadt nicht nur durch neue Quartiere und Aufwertungen. So wurde die zentrale Verwaltung grundlegend modernisiert, namentlich in den Bereichen Personalverwaltung und Kommunikation. Die Stadt hat auch eine Nachhaltigkeitscharta eingeführt, die Ziele für ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Nachhaltigkeit verbindlich macht.
Steiert ist wie die Stadt bilingue und förderte das Zusammenleben der französisch- und deutschsprachigen Bevölkerung. Dieses «Gemeinsam» spiegelt sich auch im Ende 2025 lancierten neuen Logo der Stadt.
Für die Zukunft sieht Thierry Steiert die wichtigste Herausforderung in der Raumplanung und im Wohnungsbau. Städte wie Freiburg werden weiterwachsen – vermehrt im bestehenden Siedlungsgebiet. Bei dieser Innenentwicklung muss die Stadt dafür sorgen, dass insbesondere beim Wohnen die Lebensqualität erhalten bleibt und dass bezahlbare Wohnungen gebaut werden. Er wünscht sich, dass Freiburg in Zukunft seine Rolle als wirtschaftliches und politisches Zentrum des Kantons verstärken kann, namentlich durch Fusionen mit Nachbargemeinden, und im ganzen Land anerkannt wird für seine Brückenfunktion zwischen Romandie und Deutschschweiz.
Auch für den Städteverband werden die Herausforderungen nicht abnehmen: Da die Schweiz besonders in Städten und städtischen Gemeinden wachsen wird, rechnet Thierry Steiert damit, dass die Bedeutung des Städteverbands zunimmt.
